Den geeigneten Beamer für den entsprechenden Einsatzzwecke zu finden ist oft nicht ganz leicht, da es eine solch große Vielzahl von Anbietern und Modellen zu kaufen gibt.Wir möchten Ihnen aus unser langjährigen Erfahrung heraus eine Hilfestellung geben, um sich besser zurecht zu finden. Denn Beamer ist nicht gleich Beamer. Es gibt sehr wohl große Unter- schiede zwischen den einzelnen Hersteller und das nicht nur beim Preis, sondern auch in der Qualität.

Ob für eine große Veranstaltung in einem sehr hellen Saal, eine Installation z.B. in einem Besprechungsraum zur mobilen und Desktop Nutzung oder für eine Schulung in einem Unterrichtsraum mit oder ohne Interaktivität, für jede Anforderung finden wir den passenden Projektor für Sie.

Erst einmal ist es wichtig festzustellen, welche Art von Beamer für Sie der Richtige ist?

Es gibt DLP-Projektoren, bei denen das Licht durch ein Farbband hindurch auf einen DLP-Chip mit Hilfe von vielen kleinen Spiegeln projiziert wird. Meist handelt es sich um ein RGB-Farbrad (rot, grün, blau). Die Anzahl der Spiegel entspricht dabei der Auflösung des Projektors. Für manche Einsatz- zwecke kann diese Technik hilfreich sein. In der schwarz und weiß Darstellung sind diese Geräte gut. Jedoch ist die Farbtreue zu anderen Techniken deutlich schlechter.

Bei der LCD-Technik kommen ebenfalls Spiegelsysteme zum Einsatz. Um ein vollfarbiges Bild zu erhalten, wird das Licht der Lampe durch das dichroitisches Spiegelsystem in 3 Grundfarben (rot, grün, blau) aufgeteilt. Die LCD´s (Liquid Chrystal Displays) werden jeweils vom Licht einer Farbe durchleuchtet. Die dadurch entstehenden einfarbigen Teilbilder werden dann mittels eines Prismas zu einem Bild zusammengesetzt. Diese Technik macht eine Farbtreue Wiedergabe möglich.

Die LED Technik nutzt sowohl rote, blaue, grüne LED´s als Lichtquelle. Der Vorteil bei dieser Technik ist, daß die durchschnittlich Lebensdauer der Projektoren-Lichtquelle 20.000 Stunden beträgt. Die Lichtleistung ist jedoch noch begrenzt auf ca. 3.500Lumen. Deshalb sind LED Beamer hauptsächlich in der Kompaktklasse zu finden und nicht weit verbreitet.

Laserprojektoren haben keine Lampen in denen Quecksilber verwendet wird. Die Haltbarkeit und hohe Ausfallsicherheit der Lichtquelle (bis zu 20.000 Stunden) und die sehr geringen Betriebs- kosten runden diese Technik ab. Speziell im Installationsbereich ist die Nachfrage nach immer mehr Lichtleistung groß und gleichzeitig sollen viele weitere Ansprüche mit erfüllt werden. Auch ist ein

Dauerbetrieb bei vielen Installationen schon heute die Grundvoraussetzung. Die Lasertechnik wird sicher aus diesem Grund die Technik der Zukunft werden und sein, da sie den Ansprüchen der Nutzer am besten gerecht wird.

Wichtige technische Kennzahlen bei Beamern:

Lumen oder auch Ansi-Lumen genannt, ist die Maßeinheit der Helligkeit von Projektoren.

Das ist ein ganz entscheidender Faktor. Je größer der Abstand zur Projektionsfläche ist oder je größer an sich die Projektionsfläche ist, desto mehr Leistung (Lumen) werden benötigt. Nicht außer acht gelassen werden darf die Helligkeit im Raum. Kann abgedunkelt werden (Licht, Jalousien)? Gibt es direkte Sonneneinstrahlung? Könnten eventuelle Spiegelungen entstehen? etc.

Je höher die Auflösung (Anzahl der Bildpunkte = Pixel) ist, desto schärfer ist auch das Bild.

Die Auflösung SVGA 800x600Pixel und XGA 1024x768Pixel jeweils im 4:3 Bildformat ist nicht mehr zeitgemäß.

Aktuell sind WXGA 1280x800Pixel, Full-HD 1920x1080Pixel, WUXGA 1920x1200Pixel und WQXGA 2560x1600Pixel im 16:10 Bildformat und UHD/4K 3840x2160Pixel im 16:9 Bildformat.

Die Helligkeit wird in 2 Arten geteilt: Farbhelligkeit und Weißhelligkeit. Die Farbhelligkeit ist wichtig bei der Anzeige von Daten und farbiger Bilder. Die Weißhelligkeit gibt an, wie hell ein schwarzweißes Bild projiziert wird.

Das Kontrastverhältnis gibt den Unterschied zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Bereich eines Bildes an. Ein höheres Kontrastverhältnis erzeugt hellere Weißtöne und tiefere Schwarztöne für eine klare Bildqualität.

Der Projektionsfaktor ist ein Parameter bei dem angegeben wird, welche Bildgröße aus einer bestimmten Projektionsentfernung erzeugt werden kann. Zum Beispiel ist ein Ultrakurzdistanz-

Projektor so konzipiert, daß dieser nur wenige Zentimeter von der Projektionsfläche entfernt sein muß. Folglich steht niemand im Lichtkegel und ein Schattenwurf ist so ausgeschlossen.

Wer kennt dieses Szenario nicht? Sie kommen in einen Raum und finden keine Möglichkeit, um den Beamer zentral zur Leinwand aufzustellen. Hier hilft Ihnen die Lens-Shift-Funktion, die das Bild horizontal und vertikal verschieben kann. In der vertikalen Achse bis zu plus bzw. minus 70% und in der horizontalen Achse bis zu plus bzw. minus 38%.

Die Trapezkorrektur (Keystone) korrigiert mit Hilfe eines Testmusters das Bild und kalibriert es wieder so, als würde der Beamer zentral zur Leinwand stehen.

Hochwertige Beamer besitzen darüber hinaus noch eine geometrische Korrektur, welche es per-fekt ermöglicht rechteckige Bilder auf gewölbten oder runden Oberflächen und sogar in Eckwände zu projizieren.

Die meisten Projektoren bieten eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten. Sie sollten darauf achten, dass ausreichend Digital-Anschlüsse, z.B. HDMI, DVI, DisplayPort und SDI (Serial Digital Interface), vorhanden sind. Immer weniger gebraucht und auch nachgefragt sind die Analog Anschlüsse wie VGA. Der ein oder andere USB Anschluss (Typ A, Typ B) sollte auch vorhanden sein.

Häufig können Sie Präsentationen ohne PC direkt vom USB-Speicherstick oder von Tablet-PC´s bzw. Smartphones aus halten. Ein Lan und W-Lan (oft nur als Option) Anschluss rundet den perfekten Beamer ab.

Mit interaktiven Kurzdistanz- und Ultrakurzdistanz-Beamern verwandeln Sie nahezu jede Oberfläche in ein interaktives Medium. Aus kürzester Distanz (wenige Zentimeter) erhalten Sie eine bis zu 2,5 Meter große Bilddiagonale. Die Halterung um den Beamer an der Wand zu befestigen ist bei den meisten Herstellern schon im Lieferumfang enthalten. Einen Tischstand um auf einen Tisch zu projizieren ist als Zubehör optional erhältlich. Oft sind bis zu 2 Stifte inklusive. Darüber hinaus

ist es mittlerweile bei einigen Modellen sogar möglich, auch ganz einfach mit dem Finger (Finger-touch) zu schreiben oder zu malen. Die Fingertouchfunktion unterstützt auch die Gestensteuerung.

Unterschiedlich je nach Hersteller können meist mehrere Person gleichzeitig die Interaktivität nutzen und parallel arbeiten.

Über externe Zuspielgeräte, z.B. über eine Dokumentenkamera, können Sie Inhalte aus einem Buch oder einem Zeitungsartikel interaktiv bearbeiten. Die Ergebnisse können abgespeichert, per E-Mail versendet oder ausgedruckt werden.

Kurzdistanz- und Ultrakurzdistanz Projektoren sind wenn gewünscht auch ohne Interaktivität erhältlich.

Geräte für den mobilen Einsatz sind oft nur ca.1,7 kg leicht, einfach und schnell zur Hand zu haben. Mittels diverser Apps können iOS- oder Android Geräte direkt angesteuert werden und Inhalte einfach und schnell dargestellt werden. Epson-Geräte lassen sich sofort ausschalten, ohne Wartezeit.

Installationsbeamer sind sehr lichtstark und mit vielen elektronischen und oder mechanischen Korrekturmöglichkeiten ausgestattet. Es empfiehlt sich, diese Beamer aufgrund des hohen Gewicht fest zu installieren oder zumindest an einem bestimmten Ort fest zu platzieren. Eine Vielzahl von Wechseloptiken (Tele- oder Weitwinkel) sind erhältlich, um aus „fast“ jeder Distanz die gewünschte Bildgröße zu bekommen. Einige Geräte haben sogar 2 Lampen verbaut, um noch mehr Lichtleistung zu generieren.

Laserbeamer sind sehr lichtstark und haben eine lange Betriebslaufzeit. Sie sind wartungsfrei und deshalb niedrig in den Betriebs- und Folgekosten. Ideal für Hörsäle, Aulen, Theater, Museen und große Konferenzräume. Die Möglichkeit von Dauerbetrieb 24/7 ist gegeben.